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2018

IPRE startet neues EU Projekt „HeritagePRO“ für Nachhaltiges Management

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Zukünftige Unterstützung für Kulturerbe-Manager

IPRE startet neues EU Projekt für Nachhaltiges Management und Erhalt baukulturellen Erbes: „HeritagePRO“

Gemeinsam mit fünf Einrichtungen des europäischen Kulturerbe-Erhalts, der Regionalentwicklung und europäischen Netzwerken wird dazu ein detailliertes Qualifizierungsprogramm entwickelt. Hauptziel ist es, die interdisziplinären Kompetenzen von Einrichtungen des Kulturerbe-Erhalts in ganz Europa zu verbessern, um Expertise aus verschiedenen Disziplinen, die für die Erhaltung des kulturellen Erbes relevant sind, zusammen zu führen.

HERITAGE-PRO ist ein wesentlicher Beitrag zum Europäischen Jahr des Kulturerbes 2018 und darüber hinaus. Hauptziel ist es, die interdisziplinären Kompetenzen von Kulturerbe-Managern und deren Mitarbeiter/innen in ganz Europa zu verbessern, um die Expertise aus verschiedenen für die Erhaltung des kulturellen Erbes relevanten Disziplinen besser zu nutzen.

Erhalt und Verwaltung des Kulturerbes in ganz Europa erfolgt in Wissenssilos, da die Disziplinen weder ausgebildet noch erfahren sind, um auf eine vordefinierte und professionelle Weise zusammenzuarbeiten. Die formale Ausbildung von Kunsthistoriker/innen, Restaurator/innen, Handwerker/innen und Kulturmanager/innen vernachlässigt Kompetenzen, die für erfolgreiche und kosteneffiziente Erhaltungsmaßnahmen unerlässlich sind. Sie werden zu Spezialist/innen auf ihrem Gebiet ausgebildet, lernen aber nie, interdisziplinäres Wissen zu organisieren und darauf aufbauend Entscheidungen zu treffen. Die Herausforderung besteht darin, diese verschiedenen Disziplinen, Kompetenzen, Erwartungen und Visionen zusammenzuführen, um zukünftige Erhaltungsmaßnahmen oder eine eingeschränkte Nutzung eines Kulturerbes zu vermeiden.

Daher ist es dringend erforderlich, einen interdisziplinären Ausbildungsansatz zu entwickeln, der auf fachlichen und sozialen Kompetenzen basiert. In den letzten Jahren ist zudem ein besonderes Bedürfnis entstanden, professionelle Mechanismen zu finden, um Freiwillige wie Profis bestmöglich einzubinden.

Dieses Projekt hat 4 Ziele:

1. Entwicklung eines mehrsprachigen Ausbildungsprogramms, das parallel zur Arbeit mit einem transdisziplinären Ansatz erfolgt und das alle Disziplinen umfasst, die für ein erfolgreiches Management des Kulturerbe-Erhalts an den Standorten erforderlich ist;

2. Entwicklung mehrsprachiger Richtlinien für Kulturerbeverwalter, um sie in anspruchsvollen Konservierungsprozessen zu unterstützen;

3. Entwicklung eines mehrsprachigen Trainingskits zur einfachen Aufnahme des Trainingsschemas und um es möglichst effizient zugänglich zu machen;

4. Organisation und Durchführung eines Trainingscamps für zukünftige Kulturerbe-Manager sowie junge Handwerker im Kulturerbe-Erhalt in europäischen Ländern (junge Menschen beim Berufseinstieg z.B. am Ende oder kurz nach der Ausbildung).

Direkte Zielgruppen sind Fachleute aus dem Bereich der Denkmalpflege, wie z.B. Standortmanager und Fachleute aus dem Bereich der Denkmalpflege (Archäologen, Archäologen, Restauratoren, Kuratoren, Kunsthistoriker).

Indirekte Zielgruppen sind Handwerker, die an Kulturgütern arbeiten (Installateure, Zimmerleute, Maurer), Verwalter und politische Entscheidungsträger (Regierungsbeamte, die auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene am Planungsprozess des Kulturerbes beteiligt sind, Politiker mit einem Mandat für das Kulturerbe), Fachleute für Stadt- und Regionalplanung, Mitglieder der EU, nationaler, regionaler und lokaler Nichtregierungsorganisationen und des Privatsektors, die im Bereich der Denkmalpflege und des nachhaltigen Managements tätig sind, junge Menschen in der formalen Bildung für Kulturmanagement, z.B. an Universitäten verschiedener Disziplinen, Menschen in der Meisterausbildung, Einheimische / Freiwillige z.B. in “Freundeskreisen”.

HERITAGE-PRO wird durch eine hochkarätige Partnerschaft von sechs europäischen Institutionen, Unternehmen und Netzwerken aus Deutschland, Spanien, Österreich, Schweden und Belgien umgesetzt, die alle in der beruflichen Bildung zur Erhaltung des kulturellen Erbes tätig sind. Sie entwickeln gemeinsam ein Berufsbildungskonzept, das die Lücke in der interdisziplinären Ausbildung schließt.

KULTUR UND ARBEIT EV (coordinator), Bad Mergentheim – Germany

RESTRADEAB, Höganäs – Sweden

AEGPC Asociación Española de Gestores de Patrimonio Cultural, Madrid – Spain

ENCATC European Network on Cultural Management and Policy, Bruxelles – Belgium

ENTWICKLUNGSAGENTUR RHEINLAND-PFALZ, Mainz – Germany

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